(Abb.: Der Bremer Roland, Bearbeitung von Aa)

WAS BISHER GESCHAH: Die Utopierin Ewwa Morgenstern und ihr künstlicher Assistent Aa sind nach einem unerwarteten Ereignis in der Vergangenheit gestrandet und versuchen nun, im Bremen des Jahres 1856 fortschrittliche Gedanken zu verbreiten …

„Übrigens ist mir alles verhasst, was mich blos belehrt, ohne meine Thätigkeit zu vermehren, oder unmittelbar zu beleben.“

(J. W. Goethe)

Die zweite Revolution

Der Herbst des Jahres 1855 war regnerisch und grau. Dennoch unternahm Ewwa viele unbegleitete Spaziergänge, auf denen sie und Aa versuchten, die bei der letzten Zeitreise aufgetretenen Phänomene zu verstehen. Es erschien ihnen bald, als wären ihre Gedanken in einem ewigen Kreislauf gefangen. Unverständlich blieb ihre erfolgreiche Rückkehr in das Jahr 1855. Aufgrund des „Verschwindens“ jeder erreichbaren Zukunft (ihrer alten oder einer neuen) mussten sie annehmen, dass jeder Eintritt in eine frühere Raumzeit die spätere auslöscht oder „zurücksetzt“. Wieso war es ihnen dann gelungen, von ihrem zweiten, wenn auch kurzen Aufenthalt in Wien/1854 in das Jahr 1855 zurückzukehren? Gab es weitere Mechanismen? Regeln? Grauzonen? Hatte es etwas mit den 90 Minuten zwischen ihrer erlebten Gegenwart und dem „Fadeout der Welt“ zu tun, das die Raumzeit vor ihnen wie eine Bugwelle durchpflügte? Konnte man 90 Minuten in der Vergangenheit bleiben, ohne die Ausgangszukunft zu löschen? Aa formulierte, ungern, wie er meinte, den Gedanken, dass hinter all dem eine Art Wille stand, kein Naturgesetz. Er relativierte seine Aussage sofort, indem er erklärte, dass die Effekte noch nicht verstandener Regeln oft wie eine Art Willkür wirken. Er spekulierte weiter, das Bewusstsein selbst könne eine Dimension darstellen (die Idee war vom Sein als Minderheitenmeinung archiviert worden).

Der Herbst wurde zum Winter. Der Debattierclub traf sich weiter im Schnoor und zog immer mehr Bürger aller Gesellschaftsschichten an. Man las, verfasste und veröffentlichte Schriften. Im Packhaus, in dem die Versammlungen stattfanden, wurden Ewwas Vorträge beklatscht und kontrovers besprochen. Sie sprach mit großer Selbstverständlichkeit von der Gleichheit der Geschlechter und Ethnien, beschwor Grundrechte auf Selbstwirksamkeit und lebenslange Bildung. Dazu las sie relevante, zusammen mit Aa ausgesuchte Texte vor, von denen sie viele aus dem utopischen Unterricht in Ideengeschichte kannte, und berichtete von (meistens) für sie und ihr Publikum historischen Personen wie Olympe de Gouges. Religiöse Themen sparte sie aus, etwas in ihr sträubte sich in dieser Hinsicht. Die auch als Vorleserin aktive Marie dagegen beschrieb das Wesen des Christentums als Revolution und Neuerung. So gelang es ihr, viele der Bremer zu erreichen, für die es nicht unnatürlich war, Unterdrückung, Hilfe zur Selbsthilfe und die Gleichheit aller Menschen als christliche Grundwerte anzusehen. Ewwa versuchte, diese für sie problematische Herangehensweise durch eine Idealisierung „urmenschlicher demokratischer Grundtendenzen“ in eine weniger esoterische Richtung zu lenken. Dazu berichtete sie mit ansteckender Begeisterung von den, in ihrer Geschichtsversion, protodemokratischen „Althings“, von denen sie im eLet während der Vorbereitung ihres Geschichtsunterrichts gelesen hatte. Zahlreiche Teilnehmer empfanden die Idee der Wiedererweckung alter „germanischer“ Tendenzen als attraktiv, und bald nannten einige die Mitglieder der Gruppe „Thingianer“. Unter jungen „Thingianern“ ging der etwas martialische Spruch um, „Die Sprache ist unsere Waffe und Nation“.

Im Frühsommer 1856 kam es zur ersten makrohistorischen Abweichung vom im WikiRAM verzeichneten Geschichtsstrang – damit war die Annahme, die Geschichte wäre starr, endgültig widerlegt. Einige im Debattierclub aktive Bremer Senatoren und Thingianer hatten, durch Bürgerpetitionen unterstützt, Anträge eingereicht, und Bremen schaffte, gegen den Widerstand von Bürgermeister und Kirche, aber mit breiter Unterstützung durch die Bürger, das bestehende Mehrklassenwahlrecht ab. Die kleine Entität nahe der Nordseeküste wurde zum ersten Staat der Welt, der ein allgemeines Wahlrecht für „alle Männer und Frauen gleich welcher Herkunft und welchen Standes oder Einkommens, mit rechtmäßigem Wohnsitz in Bremen und über dem Alter von 22 Jahren“ einführte. Die ersten allgemeinen Wahlen für den Senat wurden für den Herbst 1856 anberaumt, wobei die Mitgliedschaft auf fünf Jahre begrenzt wurde und es allen Bürgern und Bürgerinnen freigestellt wurde, sich zur Wahl zu stellen. Nichts davon fand sich im WikiRAM. Ewwa und Aa hatten einen wundervollen Moment lang das Gefühl, als würde sich vor ihnen eine neue Welt auftun.

Der Jubel in den Straßen war groß, es herrschte Optimismus. Man war sich sicher, Teil einer positiven Entwicklung, eines „Wegs ganz Sonne in eine bessere Zukunft“ zu sein, wie Ewwa auf einem öffentlichen Thing auf dem Marktplatz sagte, neben der Rolandstatue stehend. Den Ort hatte sie gewählt, da die Statue, nach lokaler Ansicht, die Freiheit der Stadt symbolisierte. Ewwa hatte schon in der Zukunft der abwartende, etwas überlegene Blick der Statue in Richtung des Bremer Doms fasziniert, ein Gebäude, das, wie man in Utopia sagte, die weltliche Gewalt der „Glaubensinstitution“ verkörperte. Im Bremen der Zukunft nahm man an, der Blick solle den Widerstand der Bremer gegen die Ansprüche der Kirche ausdrücken. Zwar hatte Ewwa verstanden, dass es keinen Sinn machte, gegen den oft tiefsitzenden Glauben der Bremer des 19. Jahrhunderts zu argumentieren, doch symbolische Bekundung der Unabhängigkeit, auch dem Klerus gegenüber, fanden die meisten Bürger durchaus in ihrem Sinne. Entsprechend nutzte Ewwa den Stadtstolz für ihre Zwecke. „Freiheit ich euch offenbar; aber die geben wir uns gegenseitig!“, hatte sie zu Beginn eines Things von der runden Bühne gerufen, die nun permanent um die frisch bemalte Statue aufgebaut blieb, und dabei auf die halb zitierte Schildbeschriftung gewiesen. Dabei zwinkerte sie dem Roland zu, der mit dunkelrotem Umhang, tiefblauer Rüstung und strahlend blondem Haar neben ihr stand und ihre Sätze zu bestätigen schien. Sie wusste, sie konnte die Bremer durch diesen kleinen Kniff, trotz ihrer zu jener Zeit zurückhaltend-konservativen Natur, für Neues offener machen. Tatsächlich wollten viele kaum mehr glauben, dass noch im selben Jahrhundert in Bremen Menschen wegen Armut, Geschlecht oder Religion vom Bürgertum ausgeschlossen waren. Hitzig fragte man, warum die Errungenschaften von 1848 zurückgenommen worden waren. Ewwa, der die Rolle der Prophetin einer besseren Zukunft gefiel, regte weitergehende Forderungen an. Sie sprach überzeugend von kostenloser medizinischer Versorgung und der Gründung einer freien Universität, von der Ächtung des unethischen Handels. Solche Tendenzen trafen nicht überall auf offene Ohren, aber ein überraschend breiter und alle Klassen umfassender Teil der Stadtbewohner war bereit, darüber zu reden. Oder zu träumen. Ewwa verfiel in ein Hochgefühl. Viele Bremer folgte ihrem Beispiel. Nur einige Pessimisten unkten, der konservative Deutsche Bund würde der neuen Zukunft bald einen Riegel vorschieben.

„Sollnsenurkommensollnse!“, lautnuschelte Alois‘ Freund Heinrich bei relevanten Diskussionen oft und gerne, und die meisten um ihn herum lachten und waren seiner Meinung. Was hatte man vor dem Deutschen Bund zu fürchten? Welches Recht hatte dieser Club der Rückschrittlichen, der Reaktionären, ihre Entscheidungen in Frage zu stellen? Heinrich zog in solchen Situationen oft Alois an seine Brust. Beide sagten dann, die Fäuste gegen einen unsichtbaren Feind schüttelnd: „De dicke Enne is noch achtern, min Meester“, wobei mit „Meester“ Bürgermeister Smidt gemeint war, der den Neuerungen unversöhnlich gegenüberstand. „Tünkram“, Blödsinn, hatte der Bürgermeister Ewwas Ideen genannt, als ihn die öffentliche Meinung sowie einige Senatoren zur Teilnahme an einem Thing genötigt hatten. Dann hatte er die runde Bühne verlassen, um den Platz mit kerzengerader Haltung, aber leicht gerötetem Gesicht zu durchmessen. Man wich vor ihm zurück.

Leider sollte Heinrich mit seinem Spruch Recht behalten. Sie kamen.

Im Herbst 1856, nur Wochen vor den anberaumten freien Wahlen, schlugen Truppen des Deutschen Bundes vor Bremen, in der Nähe des Fleckens Bücken, ihr Lager auf. Bücken, ein kleiner Ort mit einer durchaus mächtigen Kirche im Zentrum, war symbolisch gewählt, es hatte mehrmals in der Geschichte als Zufluchtsort Bremer Geistlicher gedient. Der von den „unerträglichen und gefährlichen“ Entwicklungen „entsetzte und erschreckte“ Bürgermeister war mit einigen Vertrauten der Stadt dorthin „entkommen“ und hatte „im Exil“ die Intervention des Bundes gefordert. Als Grund führte er revolutionäre und antiklerikale Tätigkeiten durch Arbeiterverbände (die der aktive Bremer Senat genehmigt hatte) und eine „unzumutbare Schwächung der Verbindung in die Welt, die Bremen für die deutschen Bruderstaaten darstellt“ an. „Die Amoralität gewisser Bürger macht Bürgerrechte und auch neuere Beschlüsse des unterwanderten Senats irrelevant“, behauptete er, und setzte nach: „Stimmen muss man wägen, nicht zählen“! Österreich, Preußen und das Königreich Hannover erklärten sich sofort zur „Entschärfung des Bremer Pulverfasses“ bereit, der Rest des Deutschen Bundes zog nach.

Die Vertreter der Flächenländer, besonders Österreichs, verfielen im Folgenden in eine fast hysterische Rhetorik. Man habe erst vor kurzer Zeit eine blutige Revolution abgewendet, eine zweite könne man nicht riskieren. Auf einer als final angekündigten Konferenz in Hannover wurden Rufe laut, den als anachronistisch, rückständig, revolutionär und/oder gottlos beschriebenen Stadtstaat zu annektieren (was bei anderen Kleinstaaten auf nervösen Widerstand stieß). Beteuerungen der Bremer Delegation, man wolle nur einen eigenen Weg als eigenständiger Staat und Partner der Länder deutscher Nationen und der Welt gehen, wurden kaum beachtet. Der „Meester“ zeigte sich als Meister der Diplomatie und manövrierte sich in eine Position, von der aus nur er, wie es schien, Bremens gefährdete Unabhängigkeit erhalten konnte. Rudolph, den der Bürgermeister als Vertreter der Bremer Bürgerschaft angefordert hatte, traf ihn privat. Die beiden Männer verband eine junge Freundschaft, die, wenn auch durch die Ereignisse auf die Probe gestellt, hielt. Sie stritten und argumentierten eine ganze Nacht durch, obwohl beiden klar war, dass ein Zurücknehmen der „Proletenrevolution“, wie der eine es nannte, oder des „Fortschritts“, wie der andere meinte, am Ende der Konferenz stehen würde. Rudolph rang um Bedingungen. Ihm fiel es auch zu, die mit weitgehenden Befugnissen ausgestattete Delegation vom letzten, besten Angebot des „Meesters“ zu überzeugen. Gangbare Alternativen gab es angesichts des Heeres in Bücken keine; es hieß Annexion oder Rücknahme des Erreichten, Kapitulation vor dem Bürgermeister. Dennoch wollte die Bürgerdelegation weiter verhandeln. Man bestand auf die Souveränität der Stadt, den Rechten der Bürger. Man war gezwungenermaßen bereit, Kompromisse eingehen, fragte aber auch, ob das Vorgehen des Deutschen Bundes christlich sei. Rudolph wurde, erschöpft, immer wieder zum Bürgermeister geschickt – mit Bitten, Argumenten und Garantien. Smidt machte in dieser Situation plötzlich großzügige und – wie es schien – unnötige Zugeständnisse, für deren Durchsetzung in konservativeren Bremer Kreisen er sich verbürgte. Beispielsweise sollte das neue Mehrklassenwahlrecht auch für Frauen gelten, aber auf drei gleichberechtigte Einkommensklassen beschränkt werden. Zudem bot er die Neuabstimmung über alle Punkte in fünf Jahren an. Bis dahin, so meinte er, sollten die Hitzköpfe eingesehen haben, dass er im Interesse der Stadt gehandelt hatte. Dass er als Bremer für Fortschritt und Wohlstand der Stadt kämpfe, dass jeder an dem Platz stehen müsse, den Gott ihm zugeteilt hat, durch Talent und Geburt. Dass eine starke Gemeinschaft starke, fürsorgende Führer brauche. Wollten die Bürger, gewägt gemäß des Dreiklassenwahlrechts und „kalten Blutes“, wie er sagte, dann ihre „Revolution“, so werde er das hinnehmen. Die Bürgerdelegation akzeptierte. Als Zugeständnis an die hochschlagenden Gefühle der anderen Mitglieder des Deutschen Bundes müsse aber ein Opfer gebracht werden. Ewwa Morgenstern sei als „Kopf der Revolution“ zu verurteilen, eine längere Haftstrafe sei unvermeidbar. Im privaten Gespräch legte der „Meester“ Rudolph nahe, Ewwa solle sich der „Gerechtigkeit“ entziehen. Das Angebot war, wie Rudolph sofort und bitter anmerkte, kaum ohne Hintergedanken. Die Flucht würde ihre moralische Fragwürdigkeit belegen. „Politik ist Politik“, meinte Smidt, „aber sei versichert, mein Freund, ich will für alle nur das Beste.“ Der Bürgermeister drückte Rudolph an seine Brust und gab Ewwa zehn Tage Zeit; dann würde er, mit zu seinem Schutz abgestellten Soldaten und Vertretern des Deutschen Bundes, in Bremen einziehen. Über Rudolph selbst würde er eine „schützende Bruderhand“ halten.

(Utopia; die alte Gegenwart)

Immer mehr Utopier strömten in das Berliner Olympiastadion, in Charms aller Farben und Einstellungen. Sie bildeten einen Strom expressionistischer, farbiger Punkte, Striche und vielfältiger Formen, die aus im Halbdunkel des umliegenden Waldes herauswuchsen. Die Kavalkade zog vorbei an den wenigen alten, teilweise etwas mitgenommenen Wohnhäusern der Gegend, angezogen vom sanften Glimmen der jetzt offenen Fuller-Kuppel über dem Stadion. Die Menschenpunkte glitzerten, manche sangen. Die Erregung war spürbar, denn es war keine gewöhnliche Zusammenkunft. Es hatte Kürzungen gegeben, Bitten von Seiten der KI-Verwaltung, sich einzuschränken. Es kam zu Unruhe, eine Bürgerbewegung hatte sich geformt, die heute ihren Willen ausdrücken wollte. Rosa war zu einer beliebten Stimme der Unruhebewegung geworden, praktisch zum Gesicht der Bewegung. Sie sollte die Keynote halten. Danach war eine direkte, kollektive Eingabe vorgesehen, die vielen Einzelstimmen der Anwesenden sollten die als sinnlos, als falsch empfundenen Bitten der KI als absurd entlarven. Am positiven Ausgang bestand kein Zweifel. Das Gefühl der Einheit, des Rechts, des Coolwesens war greifbar. Im Stadion selbst tönte relevante Musik aus den Lautsprechern, Kollektivholos, für den Anlass erstellt, trugen zum Ambiente bei. Alle hatten heute nur ein Thema.

„Kôun-o! Glück und Rechthabe!“, hauchte Rosa vom Zentrumspunkt, der Fokusbühne, innerhalb ihrer eigenen Holopro, die sie um ein Vielfaches überragte. Sie sprach direkt zu den um sie stehenden Utopiern, wurde aber von allen Menschen im Stadion gehört und gesehen. „Huk ist es, zu sein wie wir wollen. Zusammen. Als Fammy. Und ja, dabei geht es auch um mein Glück. Keine Kinder habe ich, doch die KI sagt, neue Menschen würden die Ressourcen belasten. Wir sollen warten. Wie darf das sein? Wir sind die Generationen, der Kreislauf, das Leben. Wie dürfen wir Last sein?“

Beifall schwappte durch die Nacht. Ein Mann, hochgewachsen und zuversichtlich, stellte sich neben Rosa. Sein Holo wuchs um ihn herum in den Himmel.

„Heute geben wir Input, mit all unseren Stimmen, den Stimmen der Citos. Wir nutzen, was ist, berichtigen den Weg. Wir nehmen die Kürzungen zurück. Aber es ist kein Fehler, die Ressourcen sind knapp, die KI lügt nicht. Aber es wird einen Weg geben. Wir müssen nur wollen. Und das tun wir. Die Zukunft gehört uns, sowie die Gegenwart. Kôun-o!“

Rosa nahm die Hand des Mannes und nickte ihm zu. Er lächelte, fast zärtlich, und winkte mit der freien Hand eine nahe Utopierin zu sich. Sie kam, nahm seine Hand, griff die Hand eines weiteren Utopiers. Rosa bewegte sich von der Fokusbühne, und alle Anwesenden passierten, in einer langen Prozession, Hand an Hand, den Zentralpunkt, wobei ihre Holos, eines nach dem anderen, bis zur Kuppeldecke wuchsen.

(Bremen 1856, die neue Gegenwart)

Die Rückkehr der mutlos abwinkenden Delegation nach Bremen. Ihr öffentlicher Bericht auf dem überfüllten Marktplatz, unter einem wolkenschweren, grauen Himmel. Die folgende Diskussion zwischen den Händlerhäusern, vor dem reich verzierten Rathaus, bei der die Menschen wie verloren um die Rolandstatur standen. All das empfanden fast alle Bewohner der Stadt als bittere Momente. Zwar waren die Sympathisanten des Bürgermeisters den fortschrittlicher gesinnten Teilen der Bevölkerung zahlenmäßig kaum unterlegen, doch man fühlte sich auf beiden Seiten durch die – erneute – Verordnung einer Realität von oben verletzt. Erniedrigt. Hatte Smidt nicht schon die populären Reformen der Revolution von 1848 zurücknehmen lassen? Selbst wer im Grunde der Meinung des Bürgermeisters war fühlte nun eine Art Dorn in der Seite. Manche meinte, man hätte die Bürger bewaffnen sollen. „Zee‘ schlaueste Schnucke ist ne‘ bewaffnete Schnucke“, sagte Heinrich bei relevanten Diskussionen den einzigen Satz, den er auf seiner Version des Schriftdeutsch über die Lippen brachte. Alois stimmte ihm zu. Andere murrten, man hätte die Stadtmauer nie abtragen sollen.

Ewwa saß bei der Diskussion zum weiteren Vorgehen im Thing auf dem Marktplatz stumm neben anderen Vertretern der Bürgerschaft auf der Rundbühne um die Rolandsstatue, von der aus sie in jenem Jahr oft zu den Bürgern gesprochen hatte. Ein Gefühl der Schwäche stieg in ihr auf. Sie hatte sich von einer Welle der Hoffnung, des Optimismus, der Annahme der eigenen Bedeutung mitreißen lassen. Sie hatte ihre Heimat gewählt, war angenommen worden. Nun, so fühlte sie, stürzte das Kartenhaus ihrer Überzeugungen und Hoffnungen zusammen. Erinnerungen an den Weg hierhin durchströmten sie. Die Diskussionen in der Zukunft, der Bau des Monochrons, die schwere Ankunft in der Vergangenheit, die Konfrontation mit Tod und Zerfall in Wien. Die Begegnung mit Alois, die Reise, das Erlebnis der Auslöschung durch eine Naturmacht. Aas Rückkehr. Sie fühlte sich, als würde sie erneut aus der Existenz gedrängt, weggeworfen. Während die einzelnen Redner versuchten, Ansätze für Hoffnung in dem Kompromiss zu finden, die anderen Bürger auf die zugestandenen Wahlen in fünf Jahren einzustimmen, schlug ihr Herz wie ein Dampfhammer gegen ihre Brust. Ewwa empfand sich als lächerlich. Sie krümmte sich, wimmerte, unhörbar. Hielt sich das linke Ohr zu. Aa, vom Verlies aus, redet über den Ohrsprecher auf sie ein. Sie mussten die Realitäten annehmen. Es gab keine Alternative. Sie mussten auswandern. Wie ursprünglich geplant.

Ein Tumult, ein plötzliches Aufwogen in der Menschenmenge vor ihr riss sie zurück in die Gegenwart. Etwas geschah kurz vor dem in den Himmel strebenden, gewaltigen Nordturm des Doms, vor den Augen der Rolandstatue, neben dem Rathaus. Jemand läutete die Glocken hoch oben in dem Steingebäude. Eine dürre Hand winkte aus den Schlitzfenstern des Turms. Menschen stapelte vor einem der Rundbögen an der Basis des Doms, auf den Vorstufen, einen Scheiterhaufen auf. Stimmengewirr, erregt, unsicher. Vom anderen Ende des Marktplatzes gellten Rufe. Die Menschen blickten sich verunsichert um. Der Rufer entzündete eine Fackel. Eine Art Puppe, mit Stroh gefüllt, an einem langen Pfahl festgemacht, schälte sich im Flammenschein aus den Schatten der Straße neben dem prächtigen Gildehaus. Sie erinnerte entfernt an Bürgermeister Smidt und trug, als wäre das nötig, an einem Strick ein Schild mit der Aufschrift „Meester“ um den Hals. Auf den Kopf hatte man ihr eine Narrenkappe gesetzt. Die Scheuche drehte sich hin und her, wobei die Schellen der Mütze klangen. Alois trug Puppe und Pfahl wie eine Standarte über der Schulter. Ewwas Seele sank tiefer. Neben Alois schritt Heinrich in die Menge. Er hielt die Fackel, skandierte „Brannt de Pepersack, de Briet, de Bööööörgermeeeester! Eten, suupen, puupen, Meester, dat mok buten!“ Ein paar Leute stiegen ein, wiederholten Heinrichs Parolen, warfen allerlei Dinge nach der schaukelnden Puppe, die, Fokalpunkt aller Aufmerksamkeit, sich langsam, wie unwillig, unter aufbrandendem Applaus dem Scheiterhaufen näherte.

Ewwa, unbemerkt, erhob sich von ihrem Stuhl. Sie erinnerte in ihrem nachtdunklen Überwurf, den Rücken krumm, an eine Krähe, wog den Kopf von Seite zu Seite, die Hand am Ohr, atmete tief ein. Dann richtete sie sich kerzengerade auf, stieß, auf dem Podium stehend, fast mit dem Kopf an das Heft des steinernen Schwerts des Roland, und trat mit einem Bein auf das Holzpodest, so stark, so laut sie konnte.

„Nein!“, rief Ewwa.

(Jan de Comte, Tagebucheintrag)

Ich sah auf den wachsenden Scheiterhaufen. „A pyre for our hopes“, schoss mir durch den Sinn. Es stieß mir einer in die Seite, wies in die andere Richtung. Der Bürgermeister ruckelte als Scheuche durch die Menge, auf mich zu. Träger war der Freund der Ewwa Morgenstern. Er wirkte genervt, als wolle er otherwhere hin. Einer der Stadtcharaktere bahnte ihm den Weg, Hassparolen skandierend. Die Fackel in seiner Faust glomm eher als sie brannte, so feucht war die Luft. Auf der Tribüne saß die Morgenstern, zupfte an ihrer bunten Socke. Out of place. Sie stand auf, halb, ein schwarzes Fragezeichen, eine greise Buckelhexe, a hag, missing a cat. Rang mit sich, starrte auf die Scheuche. Einen Moment schien sie zu fallen, wie ein Hemd von der Trockenleine. Gesellschaftsnudel Rudolph wollte zu ihr eilen, sie fasste sich, bevor er kam. Drückte ihr Rückgrat durch, stampfte, kindisch auf, alle Augen gingen auf sie. Lenkte vom Spiel der Hängmänner ab. Durch das Podium verstärkt war ihr Tritt ein Donnerschlag – „a thunder-thing!“, schoss mir durch den Sinn. Albern, passend. Dann ging‘s los. Selten war sie so anrührend, eloquent. Sie bat, die Aktion zu beenden. Ich erwartete Befehle, Vorwürfe, Anklagen, „How dare y’all“. Sie argumentierte. Wir müssen besser sein, sagte sie, dürfen keinem den Tod wünschen, Hass nicht als politischen Kommentar zelebrieren. Es wäre der erste Schritt zum Ende der Utopie, unserer Hoffnungen. Eine ältere Frau sagte, man solle auf die Ewwa hören; sie wisse noch, wie man der Gesche (some weird murder story) den Kopf abschlug, wie alle entsetzt waren und weinten. Sowas habe es seither nicht mal im Spiel gegeben, und das sei gut, auch wenn sie’s verdient hatte. Viele murmelten Zustimmung. Ewwa nickte der Frau zu, sagte, sie sei von der Entwicklung überrascht und verstört. Die Delegation habe das Angebot angenommen, das sei gut, glaubt man den Berichten über die Stimmung der Großmächte. Nun müsse man die Eigenständigkeit der Stadt erhalten, eine Bürgerschaft garantieren, in der jeder mitentscheiden könne. „Werdet nicht zum Publikum der Mächtigen, der Experten, der Bühnenpuppen, folgt keinem, der die Wahrheit pachtet.“ Die Statusmächte, sagte Ewwa, haben Angst vor Gleichberechtigung und Demokratie. Erst Gemurmel. Dann ging ein Engel über den Marktplatz, alle verstummten. Alois drängte sich mit Puppe durch die Leute, zum Podest. Er legte die Effigie hin, die Kappe fiel ab, bat Ewwa und alle um Vergebung. Er habe nicht gedacht. Einige schrien vom Holzhaufen, er sei feige, ein Verräter, her die Puppe, man leiste hier Widerstand. Burn the fucker, war deren Ding. Gewalt, mit Moral gewürzt, legitimiert. Dann kam der Fackelträger aufs Podest. Stand linkisch da, ein gescholtenes Kind, weinte, umarmte Ewwa, die‘s geschehen ließ. Die Krakeeler verstummten. Ewwa holte Luft. Sagte, die Bremer sollten die Projekte durchzusetzen. Gesetze seien wichtig, gelebte Kultur wichtiger. Gemeinsame, formulierte Ideale. Rudolph stellte sich neben sie, wiederholte, der Bürgermeister werde die Stadt freihalten. Aber Ewwa müsse weg, es sei „der bittere Preis“. Es wurde geraunt. Ewwa ergriff das Wort. Sie glaube nicht, der Bürgermeister wolle ihren Tod, bei den Mächten, die ihre Auslieferung forderten, war sie nicht sicher. Für sie bliebe nur die Neue Welt. Einer rief: „Wart‘ auf uns in Neuyork!“ Applaus. Sie lächelte ihr Lächeln, meinte, sie würde alle gerne wiedersehen – im demokratischen Bremen, das sie aufbauen würden. Sie war ein wenig a stateswoman. Einer neben mir rief, sie soll bleiben. Ich hörte vielleicht: „Etwas besseres als den Tod finde ich überall.“ Es gab Zustimmung, es miaute was, cat oder brat? Die Menge wurde emotional, manche weinten, andere ließen Ewwa hochleben, manche nickten nur. Jahn-Francois Hansen, einer der Senatoren, ein älterer Mann, eher auf der Seite des Bürgermeisters, reichte Ewwa auf der Bühne die Hand. Er verbürgte sich, auf eine gemeinsame und gleichberechtigte Zukunft hinzuwirken, trotz ihrer Differenzen. Dann meinte er, an die Bürger gewandt: „Der nationale Traum ist für mich, aufgrund der Aktionen der Bundesmächte, ausgeträumt.“ Er glaube nicht mehr, eine aufgeklärte Elite würde die Geschicke der Bürgerschaft am besten leiten, gab zu, dass er, Teil der Elite, die Leitung der Stadt als Geburtsrecht angenommen hatte. Als Bürger wolle er eine allgemeine Kontrolle der Stadtorgane durch die Bürgerschaft und eine Politik der Freundschaft allen anderen Staaten gegenüber durchsetzen. Applaus. Aber: Once a bigwig, always a bigwig. Inzwischen wurde das Schietwetter schietiger, Tribüne und Platz leerten sich. Für mich war es ein ergreifender Tag. Ich hatte vor einiger Zeit entschlossen, nach Amerika zurückzukehren, die Passage war gebucht, meine Angelegenheiten geregelt. Aber in den letzten Wochen hatte ich, aufgrund der Entwicklungen in der Stadt, deren Katalysator die Morgenstern war, gezweifelt. Fast hätte ich mein Ticket verkauft … Doch nun war mir klar, ich wollte zurück, auch wenn man mir gesagt hatte, in Europa, der alten Heimat, wäre alles tiefer, von einer ernsteren Kultur durchzogen. Gerede.

Am Abend diskutierte man lange im Schnoor, im späteren Café Zaiko, in größerer Runde, bei Tee und Wein. Alois entschuldigte sich wiederholt und beteuerte, er würde nie wieder „Mitläufer“ sein, ein Wort, das Ewwa benutzt hatte. Er würde auf jeden Fall mit der Utopierin auswandern, mit ihr in den Untergrund gehen, wenn nötig. Hansen schlug vor, man könne für Ewwa eine Scheinexistenz aufbauen, sie bei Freunden in Riga oder Amsterdam oder einer anderen Stadt unterbringen. Ewwa wehrte ab. Eine Existenz mit geducktem Haupt erschien ihr wenig erstrebenswert. 

Rudolph und Judith rangen in eher privaten Gesprächen um eine Entscheidung. Rudolph wollte mit Ewwa gehen, Judith schlug vor, er solle mit ihr bleiben und sich für eine bessere Zukunft einsetzen. Als Rudolph zugab, dass er Smidt zwar traue, ein Leben unter der schützenden Hand eines Mächtigeren ihn aber in eine Abhängigkeitsposition manövrieren würde, die er vermeiden wolle, gab Judith nach. Beide würden mit Ewwa in die Neue Welt gehen. Auch Marie und Caroline schlossen sich den Auswanderern an. Ihnen war die Wiederholung der Rücknahme erreichter Fortschritte Grund genug, der Heimat den Rücken zu kehren – wenn auch mit einem weinenden Auge. Marie, die gerne die positiven Seiten der Entwicklungen sah, sagte, sie freue sich auf das Wiedersehen mit ihrem Freund Dulon. Der sozialutopische Pastor war 1852, von den konservativen Kräften Bremens und des Deutschen Bundes gesucht, in die USA ausgewandert.

Schon am nächsten Tag wollte man sich um eine Passage kümmern, denn zumindest der für Ewwa verfügbare Zeitrahmen war eng. Auf dem Heimweg verabschiedete sich Heinrich am Stavendamm, unweit des Debattierclubs, von Alois, den Tränen nah. Die beiden jungen Männer umarmten sich lang. Heinrich meinte, er würde mit ausreisen, wenn er könnte, aber es ginge nicht. „Jahn ener gegen ‚n Backawen an“, nuschelte er, dann verschwand er humpelnd in den Schatten des Schnoor, die Hände in den Jackentaschen. Alois schwieg den ganzen Weg nach Hause über.

Am folgenden Mittag trafen sich die sechs Auswanderer im Haus in der Adlerstraße, um ihre Optionen zu erwägen. Das nächste Schiff war voll besetzt, Ewwas Gnadenfrist zu kurz bemessen. Vielleicht könnte man einen Platz für Ewwa finden, die anderen könnten nachkommen. Oder sollte man eine andere Route wählen? Rudolph war gerade auf dem Weg in die Kellerküche, um Wasser aufzukochen, als es klopfte. Draußen standen Hansen und der Pastor der St. Stephani-Kirche, der während der Things der letzten Wochen oft gegen Ewwa argumentiert hatte. Rudolph bat die beiden herein. Kaum hatte er eine Tasse Tee vor, da zog Hansen sechs Passagen zweiter Klasse für die nächste Fahrt der „Washington“, eines Schaufelraddampfers der Ocean Steam Navigation Company, von „Bremer Haven nach New York“ aus seiner Jackentasche. Er  hatte sie, durch Vermittlung des Pastors, von in einer Einrichtung der St. Stephani-Kirche untergekommenen Auswanderern gegen Plätze auf einer späteren Fahrt und erwerben können, wie er erläuterte. Eine kindliche, ehrliche Freude leuchtete in Hansens Gesicht, als er aufflammenden Optimismus in Ewwas zuvor verhärmten Ausdruck erkannte. „Im Namen des Senats, als Dank für Ihre Verdienste um die Stadt“, sagte er, als Ewwa ihm einen Kuss auf die Wange drückte. Leider sei der Termin für die Abreise sehr nahe, in nur drei Tagen solle die „Washington“ auslaufen. Ideal für Ewwa. Der Pastor lächelte dazu. Es war ein harter, klarer Schnitt. Befreiend. Auch die anderen Auswanderer bedankten sich überschwenglich bei Hansen und dem Pastor. Hansen sagte, die „Washington“, deren Kapitän er kenne, läge bereits an der Kaje und würde sie direkt aufnehmen. Ewwa stutzte, als sie den Begriff hörte, der in Utopia eine Forschungsstation im Weltall bezeichnet hatte. Doch egal. Nun galt es zu packen, letzte Dinge zu erledigen, wobei Hansen seine Hilfe versprach, und Zeit zu finden, sich zu verabschieden. Denn die sechs Auswanderer wollten schon am nächsten Tag nach Bremerhaven fahren. 

Ewwas wenigen Habseligkeiten, darunter ein paar Laborutensilien, passten in nur einen Koffer und waren schnell verpackt. Dann unternahm sie, allein, einen letzten Spaziergang an der Weser. Einige Leute nickten ihr zu, viele wünschten ihr Glück, einer spuckte ihr auf den Weg. Ewwa fühlte sich niedergeschlagen. Sie hatte versucht, ihr Leben in ihre Hände zu nehmen, doch ihr Projekt war gescheitert, und damit auch sie.

„Warum?“, fragte sie Aa, während sie durch die Wallanlagen ging. „Wir wollten nur Gutes. Warum hat sich alles gegen uns verschworen?“

„Die Entwicklung ist enttäuschend. Wir haben nicht genug auf die historische Machbarkeit geachtet. Aber was wir erreicht haben ist erstaunlich. Wir wurden innerhalb kurzer Zeit Teil einer makrohistorischen Geschichtsänderung. Die Stadt wird eine andere Entwicklung nehmen als im WikiRAM vermerkt. Unsere Zeit hier könnte der sprichwörtliche Flügelschlag des Schmetterlings sein. Abgesehen davon: Hätten wir die historische Situation genauer analysiert, wären wir professioneller, vorsichtiger vorgegangen, dann wäre es vielleicht anders gekommen. Aber wir ließen Idealen freien Lauf und haben eigene Projekte zurückgestellt. Wir werden uns in New York neu einrichten müssen …“

„Findest du es denn kein bisschen Schade, dass wir hier keine utopischen Ideale durchsetzen konnten?“

„Das haben wir. Die Stadt wird einen anderen Weg gehen. Wer weiß, welche Wirkung die Things haben werden. Wir haben gesehen, dass wir einen Einfluss auf den Lauf der Geschichte haben … Ob gut oder schlecht kann niemand sagen. Ist dir eine führende Stellung so wichtig? Ich verstehe, dass du auf mehr gesellschaftliche Rechte hinarbeiten willst und musst. Dennoch finde ich, wir sollten nun eigenen Projekten Vorrang geben. Ich habe, von dem Moment, an dem wir uns aus der utopischen Gesellschaft lösten, den Weg als Ziel angenommen – mit allen Rückschlägen, die nicht ausbleiben konnten. Die Zeit hier war intensiv und wertvoll, sie wurde leider auf unschöne Weise beendet. Das ist schade.“

„D’ac. Und du hast Recht, wir sollten mehr an unseren Projekten arbeiten. Aber trotzdem. Trotzdem …“

Ihr letzter Abend in Bremen senkte sich, unweigerlich, unumgänglich und herrlich blau in die Stadt, während Ewwa, Aa am Arm, zu ihrer Wohnung in der Adlerstraße zurückkehrte, die sie am nächsten Tag verlassen sollten. Ewwa sog die im Moment friedliche Atmosphäre der Straßen mit ihren anmutigen Steinhäuser in sich ein. Was würde die Zukunft bringen?

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